06. Juni 2024, diepresse.com

Die Europäische Zentralbank (EZB) leitet die Zinswende ein und senkt erstmals seit fast fünf Jahren die Zinsen. Für Kreditnehmer:innen bedeutet dies: Wohnkredite werden günstiger.
Wir haben die wichtigsten Meldungen zur aktuellen Lage der Immobilienbranche aus der heimischen Medienlandschaft zusammengetragen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) leitet die Zinswende ein und senkt erstmals seit fast fünf Jahren die Zinsen. Für Kreditnehmer:innen bedeutet dies: Wohnkredite werden günstiger.
Die EZB wird laut WIFO in Kürze den Leitzins senken. Die Preise für Eigentumswohnungen sind in den letzten zwei Jahren stabil geblieben, könnten aber wieder steigen, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinspolitik ändert. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) erwartet ab 2024, insbesondere ab 2025, deutliche Preissteigerungen am Immobilienmarkt, da niedrigere Zinsen den Erwerb von Immobilien attraktiver machen.
Infolge hoher Zinsen und gestiegener Baukosten wird weniger gebaut. Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Fertigstellung von Wohneinheiten bis 2025 um 38 Prozent zurückgehen könnte. Die Folge: weniger Angebot bedeutet weniger Auswahl und höhere Preise.
Michael Pisecky, Wiener Fachgruppenobmann der Immobilientreuhänder, über die rückläufigen Baubewilligungen und den damit verbundenen Konsequenzen: Wenn sich die Nachfrage stabilisiert und durch Rahmenbedingungen wie das Baupaket der Regierung, sinkende Zinsen und Lockerungen in der KIM-Verordnung unterstützt wird, werden die Preise am Immobilienmarkt aufgrund der Angebotsknappheit steigen.
Normalisiert sich die Nachfrage wieder, dann werdendie Preise steigen, da der Neubau nicht so schnellstimuliert werden kann, wegen der Vorlaufzeiten.
Baubewilligungen im "freien Fall". Hohe Zinsen, KIM-Verordnung und strenge Kreditvergaberichtlinien haben auch eklatante Auswirkungen auf die Baubewilligungen in Österreich: So wurden (laut Zahlen der Statistik Austria) 2023 Baubewilligungen lediglich für rund 2,5 Millionen Quadratmeter neuen Wohnraum erteilt, was eine Halbierung (!) zu den Vorjahren darstellt. Die unmittelbare Folge: weniger Wohnraum vor allem in den Ballungszentren.